Wir über uns

Wie alles begann... 

Wenn man auf seinem Lebensweg an einem Punkt angelangt, an dem man glaubt, es geht nicht mehr weiter, so kann man stehen bleiben, warten und hoffen, dass andere einem zeigen, wo es langgehen soll oder man ergreift selbst die Initiative. Wenn auch dann der Weg zurück keinen Sinn macht, dann sollte man sich eigene, neue Ziele setzen. Zunächst unebenen und unerforscht sind neue Wege gewiss mit einem höheren Risiko verbunden, am Ende wieder in einer Sackgasse zu stehen, jedoch ist jeder gemachte Schritt eine Chance und Herausforderung zugleich um weiterzukommen. Da das Leben wohl kaum stehen bleiben, einen aufnehmen und zum Ziel tragen wird, so muss man schon selbst gehen, nicht stehenbleiben und sich immer erneut den Zwängen ständiger Anpassung an Veränderungen stellen, die entweder geplant oder unerwartet eintreten.

Nach über 30 Berufsjahren in der Druckindustrie und trotz vieler Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen musste ich im Lebensalter von 47 Jahren erfahren, dass ich in meinem angelernten Berufen leider nicht mehr am Arbeitsmarkt gebraucht werde.
Zu dieser Zeit hatte unsere Mischlingshündin Ronja in ihrem 13. Lebensjahr nach einer Tumoroperation ihr Lebensende erreicht. Trotz ihrer Krankheit begleitete sie mich, ihr Alphatier, selbstlos. Sie gab mir das Gefühl, sie verstehe meine Sorgen, meine Ängste um die Existenzsicherung meiner Familie und mein Schwinden des Selbstwertgefühles in dieser schwierigen Zeit. Neben meiner Arbeitslosigkeit, war sie der zweite Grund, dass ich nach alternativen Berufen suchte.
Als jetzt auch noch der Zufall mitspielte und der dritte Grund in Form einer Fernsehreportage von einigen Minuten im Mittagsprogramm über die geplante Eröffnung des zweiten Tierkrematoriums in Deutschland (Rosengarten in Osnabrück) ausgestrahlt wurde, war die Richtung meiner neuen beruflichen Orientierung gewiesen. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los und so schaute ich von unserer Terrasse über den Main zur alten Ziegelei und plante, dort auch ein Tierkrematorium zu errichten.

Durch die Recherchearbeit was solch eine Anlage kosten würde, bin ich dann auf ein Unternehmen gestoßen, dass Tierbestattungen in einem Franchisesystem anbietet. Die enormen finanziellen Mittel für eigenes Tierkrematorium als Existenzgründer aufzubringen waren für mich damals unvorstellbar und unrealistisch. So wählte ich einen anderen Weg und ergriff im November 2003 als Franchisepartner den Beruf des Tierbestatters. Aus heutiger Sicht war das für mich eine große Fehlentscheidung. Bereits nach einem Jahr konnte ich mich aber gemeinsam mit anderen Franchisepartnern aus dem Vertrag lösen und unter einem gemeinsamen Namen einen Tierbestatterverbund gründen. Doch auch in dieser Gruppe von eigenständigen Betrieben waren schon nach relativ kurzer Zeit einzelne Interessenskonflikte zu groß geworden, sodass der Zusammenhalt zerbrach und die gemeinsamen vereinbarten Ziele nicht umgesetzt werden konnten.

Wieder um eine Erfahrung reicher gründete ich im April 2008 nun meine eigene Firma, die ich unter der Wortbildmarke CHRONOS-Tierbestattung registriert habe.

Ihr

Hubert Pfister