Schlusswort

Gedanken an unsere Vierbeiner:

„Wenn man auf seinem Weg an einem Punkt angelangt, an dem man glaubt, es geht nicht mehr weiter, so kann man stehen bleiben, warten und hoffen, dass andere bestimmen, wo es lang gehen soll, oder man ergreift selbst die Initiative. Wenn der Weg zurück keinen Sinn macht, dann sollte man neue Wege suchen. Auch wenn diese unbekannt und risikovoll sind, so sind sie doch oft auch eine Chance und die Herausforderung weiterzukommen. Da das Leben wohl kaum stehen bleiben, einen aufnehmen und zum Ziel tragen wird, hilft nur selbst aktiv zu werden, sich zu  ändern und auch immer wieder die neuen Herausforderungen anzunehmen. Wer im Labyrinth des Lebens stecken bleibt, wird nicht ans Ziel kommen, wenn er stehen bleibt“.

So ähnlich habe ich mich auf meiner Homepage zur Eröffnung meines Tierbestattungsbetriebes vorgestellt.

Zu dieser Zeit war unsere Ronja, eine Schäferhund-Mischlingsdame in ihrem 13. Lebensjahr nach einerTumoroperation an ihrem Lebensende angelangt.

 

Ihr Tod war 2002 einer von drei Gründen, einen Bestattungsbetrieb für Haustiere zu planen. Aus Plan wurde Realität, aus einer Existenzgründung wurde 15 Jahre berufliche Selbstständigkeit. Schon deshalb werde ich sie nicht vergessen

Viele meiner Kunden kennen sie unter den Namen KomKom, den ich Nora als erste Mitarbeiterin der CHRONOS-Tierbestattung gegeben hatte.

Nora war Bewohnerin des Lohrer Tierheimes, als ich sie, gefälligkeitshalber, zu einem neuen Zuhause fahren sollte. Doch es kam wie so oft anders und sie wurde stattdessen meine Beifahrerin, leider nur noch für 16 Monate. Ihr Abschied fiel mir besonders schwer, denn sie war erst ca. 10 Jahren alt und hatte bislang nur schlechte Erfahrungen mit uns Menschen gehabt.

 

Ich versprach ihr, eine tolle Zeit bei den Pfisters und dass ihr Leben jetzt viel schöner und angenehmer werde. Doch gegen gemeine Krankheiten sind wir alle machtlos.

Als Tierbestatter hatte ich einen Wunsch und wollte das Alphatier eines kleinen Hunderudels werden. Klare Vorstellungen hatte ich mir ausgedacht. Mit einem etwas älteren und mittelgroßen Dog sollte die Familienplanung nach der Fertigstellung des Tierkrematoriums begonnen werden, bevor ein gewünschter Welpe hinzukommen sollte. Da ich berufsbedingt in sehr vielen Tierarztpraxen und Tierkliniken ein und ausging und so viele traurige Schicksale dort sah, war immer klar, dass in unserem Rudel stets noch ein Platz für einen alten und kranken Kandidaten vorgesehen wäre. Schon die bauliche Ausführung meines Krematoriums war entsprechend diesen Gedanken geplant und altersgerecht ausgeführt worden. Doch auch hier kam alles anders. Die Inbetriebnahme des Krematoriums stockte, ein jahrelanger Rechtsstreit zwang mich, die Pläne zu ändern. Schicksal oder nicht, zwei Katerchen von der Katzenhilfe Würzburg suchten ein neues Zuhause. Sie fanden es bei der Familie Pfister, im Tierbestattungsbetrieb Marktheidenfeld.

Die Namen Fenris und Tigerwutz sind sehr vielen Kunden in Erinnerung geblieben. Während Fenris, der Schönling, der superschlaue Professor, sich zufrieden gab, wenn man ihn mit den Worten: is der aber schön! begrüßte, so war Tiger derjenige, der freudig und ohne Scheu auf die Besucher zuging, um sie dann voll zu vereinnahmen, oftmals so stark, dass er die Trauer bei vielen Tierhaltern lindern konnte.

Fenris ist leider viel zu früh am 14. Oktober 2017 verstorben.

Tiger lebt seither bei einer Nachbarin, die ihn super lieb hat
und mit ihm den ganzen Tag über spielt und sehr viel schmust.
Beide geben sich alles in einer glücklichen Partnerschaft.